Day 46 - 9120km - Magical Persia

by Moritz 20. May 2012 06:20

 

...nach weiteren Problemen mit der Polizei und dadurch etwas geknickter Laune bin ich jetzt wieder mal an einem einzigartigen Ort gelandet und erfreue mich an all den Dingen hier. Esfahan, Iran. 
Die alte Hauptstadt Iran's. Welche Vorstellungen man auch immer von Persien hat, fuer mich hat Esfahan all dass was ich mir unter Persien ertraeumt hatte...

imam square - 1602, Esfahan, Iran
imam square - 1602, Esfahan, Iran

Freitag (Wochenende in Iran) ist es hier immer recht voll, alle sind mit ihren Familien da

Khaju Bridge - 1650, Esfahan, Iran

After such a long time some restaurations are neccessary i guess, Esfahan, Iran
3500$ pure silk carpet, Esfahan, Iran

Die Geschichte hinter diesem Teppich: Er wird in Iran fuer knapp 3500$ verkauft, in Deutschland (wohin viele dieser Teppiche gehen im Normalfall zum 3fachen Preis).
Er besteht aus reiner Seide und hat eine Person 2 Jahre, bei 6 Arbeitsstunden pro Tag, gekostet. 

 

imam square - 1602, Esfahan, Iran
imam square - 1602, Esfahan, Iran
imam square - 1602, Esfahan, Iran
imam square - 1602, Esfahan, Iran

Esfahan ist auch fuer seine Teehaueser bekannt, in denen meist Shisha geraucht wird. In einer der vielen Seitenstrassen des imam Squares habe ich diesen Eingang zu einem leeren Hof gefunden...

Esfahan, Iran

...welcher mich dann bei genauer Betrachtung zum unglaublichsten Teehouse das ich jemals gesehen hab fuehrte:

Esfahan, Iran
Esfahan, Iran

Die Anzahl an Gegenstaenden in diesem Teehaus ist nicht mehr zu zaehlen, ich habe nach einer Stunde umhersehens immer noch neue interessante Dinge gefunden. Nichts wirkt hier fehl am Platz, sind die Farben noch so grell, der Gegenstand so ungewoehnlich... Das liegt vorallem daran dass durch den Rauch alles mit einem goldgelben Film ueberzogen ist. Wahnsinn!
Ich koennte stundenlang nur ueber dieses Teehaus reden, aber ich muss schauen das ich auf die Strasse komme, heute gehts weiter in eine Gebirgsregion, freu mich auf etwas kuehlere Temperaturen.

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Moritz | To Asia

Von Pismo Beach über San Francisco nach Carson City - Wer ist hier wetterwendisch?

by Rainer 20. May 2012 02:44

Da bin ich wieder, sitze nach dem für Bayern verlorenen Championsleague Endspiel in der Abendsonne und bereite mich innerlich auf die einsamste Straße der Welt vor, die 50, immer nach Osten durch Nevada und später nach Utah. Warum ich hier bin und nicht in San Francisco und dann die Küste hoch, davon berichtet dieser post. Also los gings in Pismo Beach erstmal frohgemut auf die berühmte Küstenstrasse. Natürlich habe ich auch wieder da angehalten, wo die Seelöwen sich tummeln, Felix A. wird sich erinnern. Liegen immer noch so faul rum, beschmeissen sich mit Sand und ertragen die Touristen.

Ein paar Blumen

Und in den folgenden Bildern sieht man schon den berüchtigten Nebel, der von jetzt auf nachher reinzieht und die Temperaturen abstürzen lässt.

Dabei könnte doch alles so schön sein, so wie hier. Geht schon wieder los, muss wieder die warmen Handschuhe auspacken. Noch ein paar Eindrücke von der Strecke. Es war nicht nur kalt, sondern auch sehr böig, man musste stellenweise ganz schön aufpassen. So, das war ja alles sehr interessant, In Richtung San Francisco nach Übernachtung in Monterey wurde dann das Wetter besser, leider nahm aber auch der Verkehr gewaltig zu. Habs also mühsam auf die Golden Gate Bridge geschafft und vom drüberliegenden Aussichtspunkt ein paar schöne Fotos der Brücke und von San Francisco gemacht, gutes Licht, wie man es sich wünscht.

Jetzt werden sich vielleicht einige fragen, warum ich diese Fotos nicht poste, wenn sie denn schon so schön sein sollen. Einfache Antwort: Hab die Speicherkarte nach dem Runterladen vom Vortag im Computer vergessen, also wars nix. Habe mir dann sofort eine altersgerechte Lösung ausgedacht, weil ich ja zwei Speicherkarten dabei habe. Eine bleibt immer im Rechner, und eine immer in der Kamera, so kann nix mehr passieren. Ich habe ja noch so ein paar pfiffige Lösungen mir ausgedacht, die z.B. verhindern, dass ich was vergesse usw.

Ich bin dann schliesslich in Napa gelandet, Weingegend, und hab einen vergleichsweise günstigen Übernachtungsplatz gefunden. Hier habe ich zum ersten Mal einen Menschen mit seinem Auto zur Dusche fahren sehen, bei laufendem Motor duschen und dann wieder zurückfahren. jetzt sind ja einige Camps in USA recht weitläufig, aber das war schon extrem.

Apropos vergessen. Ich tanke ja immer für ein paar Dollar und verlasse mich auf das Anzeigelicht der Reserve, dann kann ich immer noch gut 50 km weiterfahren. Wegen SF und dem Scheisswetter habe ich mir überlegt, dass es noch zu früh für die Küste ist, also nix wie zurück Richtung Lake Tahoe und Nevada, wo immer die Sonne scheint. Richtung Osten auf der Autobahn dahingedonnert, grelles Licht und dann ging der Motor aus, hab das Licht wohl übersehen oder es ist kaputt. Stand also auf dem Randstreifen der 8-spurigen Autobahn und bedachte mein Schicksal. 1 km entfernt war eine Ausfahrt, da konnte ich wohl hinschieben. Habs dann nochmal mit dem Starter versucht und, siehe da, mein treues Bike hat irgendwo in der Einspritzanlage noch Sprit gefunden und mich 2 km zur nächsten Tankstelle gebracht. Soviel Benzin hat noch nie reingepasst. Deshalb kriegt diese Tankstelle auch einen Platz in meinem post. Dann gings weiter, und mit dem Ende der Autobahn gings auch wieder in die Sierra, mit ein paar ausgesucht schönen Strecken, hier nur ein paar Eindrücke, an den besten Stellen konnte man wie immer nicht halten.

Ich dachte, nach den langen Erzählungen sind ein paar Fotos auch wieder schön. Ausserdem als extra Service für meinen Bruder, der die einfachen Geschichten liebt, hier also eine Fotoserie von der Zubereitung eines einfachen Abendessens. Auf dem Speiseplan steht Nudelsuppe mit Gurke.

Alles hergerichtet, von links: Wasserflasche, Spork und Taschenmesser, Gurke, Trockensuppe, Kocherset.

Jetzt ausgepackt, Topf, Kocher und Kartusche liegen frei.

Wasser in den Kochtopf.

Während das Wasser erhitzt wird, ist Zeit, die Gurke (engl. cucumber) zu schälen.

Jetzt Wasser auf die Nudeln giessen und paar Minuten warten, dabei umrühren.

Essen ist fertig, lecker, lecker. Das Heissmachen von Wasser hat den Vorteil, dass man nix spülen muss.

In Carson City bin ich einen Tag geblieben, um mir über die weitere Route Gedanken zu machen und ein wenig auszuruhen. Netter kleiner Ort, wo man überall die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada sieht. Ein paar Eindrücke: Die Kneipen sind hier wirklich urig, so was gibts bei uns nicht, also mal wieder einen Kaffee getrunken im urigsten. Der Indianer schaut auch zu und vergisst weiterzulesen. So, das solls dann gewesen sein für heute. Bin gespannt, was die "einsamste Strecke der Welt" zu bieten hat, ist ja auch nur ein Marketingtrick. Und raus aus der Kneipe und auf den Highway, nicht ohne einen eggmacmuffin bei McDonalds verdrückt zu haben, ist lecker und wird so was wie mein Standardfrühstück. Vielleicht berichte ich ja mal über ein Frühstück bei McD, damit es auch mein Bruder richtig begreift. Bis dann.

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Rainer | USA 2012

6 - Las Vegas to Pismo Beach - Die Höhen und die Tiefen

by Rainer 16. May 2012 00:28

So, jetzt kanns nach ein paar technischen Problemen endlich lkosgehen, dass ich die letzten Tage mal aufarbeite. Es war wahnsinnig viel fahren dabei, von den tiefsten Tiefen (-100m) zu den höchsten Höhen (über 3000 m) dazu noch etliche Kurvenstrecken ganz exquisiter Art. Deshalb ruhe ich mich heute in Pismo Beach ein wenig aus und versuche, bei greller Sonne, kaltem Wind den post zu schreiben, während der Pazifik (10 Grad) hinter mir Krach macht, die Surfer freuts. Also Abschied von Las Vegas.

Dann nordwärts Richtung Death Valley, das ich erst am nächsten Morgen früh in Angriff nehmen wollte, aber dann hats mich wieder gepackt.

Da waren es erst 35 Grad, so um die Mittagszeit, aber dann gings ja noch weiter runter. Bin die ganze Strecke in einem Rutsch durchgefahren, durchschnittlich 40 Grad, aber mein wassergekühltes Bike hat alles klaglos ertragen, und wer fragt schon den Fahrer? Noch ein paar Impressionen. Nachdem ich das Tal durchquert hatte, fand sich auch noch ein Übernachtungsplatz in der Gegend von Bishop und am nächsten Tag wollte ich je nach Temperaturen nach Norden oder nach Süden fahren. Es wurde dann immer kälter, so daß ich bei Lee Vining beschloss, wieder umzukehren und mein Glück weiter südlich zu probieren. Aber dann habe ich meine dicken Handschuhe angezogen, weil mich das Schild Tioga Pass magisch angezogen hat. Es ist Zufall, dass ziemlich genau vor 25 jahren, auch im Mai, das frischvermählte Ehepaar Dangl und Alexy mit dem fast 1- jährigen Sohn Moritz (ja, genau der!) in dieser Gegend unterwegs war, mit einem gemieteten Wohnmobil. Die Fahrt über den Tioga Pass war dabei mit das aufregendst, weil sehr kurvenreich und eng und Schneereste. Zwischenzeitlich hat man die Strasse aber besser ausgebaut, war also mit dem Motorrad sowieso kein Problem. Ein paar Impressionen vom Weg, die Postkartenfotos hab ich nicht gemacht, war ein bisschen voll schon im Tal. Hier noch ein Eindruck von der Anfahrt zum Pass. Nach Süden schloss sich dann an den Park eine sehr schöne kurvenreiche Strecke an, selbst ich chronischer Geradeausfahrer konnte dem etwas abgewinnen. Ein Camp habe ich dann in Visalia, Nähe Fresno gefunden, wo ich für 2 Nächte blieb und am nächsten tag die Schleife durch den Sequoia Nationalpark gedreht habe, das ist der mit den dicken Bäumen. Auch von hier ein paar Impressionen, habe mich nirgends lange aufgehalten, war doch noch eine ziemliche Strecke und die Wäsche war auch noch fällig. Eigentlich wollte ich Mittags durch sein, aber einige üble Baustellen an der Zufahrt haben Zeit und Energie gekostet. Und hier noch ein schönes Bild. Da sieht mein Motorrad wirklich winzig aus, ungefähr wie es unter den vielen fetten Harleys wirkt.  Von Visalia nach Pismo Beach sollte dann eigentlich nur eine Art Zwischenetappe werden, habe mir nicht allzuviel davon erwartet. Die Strecke hat sich dann aber in einigen Bereichen als richtig schön, stellenweise irre herausgestellt. Ein Streckenabschnitt bestand aus lauter kurzen Kurven mit gewaltigen Überhöhungen, Achterbahn ist gar nix dagegen, kann man im Foto nicht wiklich darstellen. Also wieder nur ein paar Impressionen. Und dann habe ich an einer grossen Raststelle wieder jemand getroffen. An der weiter oben abgebildeten Kreuzung hats übrigens James Dean erwischt.

Das ist John, 78 Jahre alt, Familie sind ungarische Juden, Teile davon im dritten Reich ausgerottet. Fuhr für die Kriegsmarine und dann 30 Jahre alt für die Handelsmarine durch die Welt. Hat sich jetzt zum Ruhestand in Pismo Beach niedergelassen. Beaufsichtigt geistig Behinderte bei ihrer Putzarbeit (sowas gibt es hier häufiger) und kriegt dafür 10 $ die Stunde. Haben uns sehr nett über Blue Highways, Jack Kerouac und die Beatgeneration unterhalten. Hat mir Lokale in San Francisco empfohlen, wo der Geist von Alan Ginsberg, Neil Cassady, Jack Kerouac und wie sie alle heissen, noch präsent sein soll.. Wunderte sich, dass Deutschland Beethoven , Bach etc. hervorbringen konnte, aber auch das 3. Reich. John war blebenslang Gewerkschafter, und als solcher unterstützt er auch Obama. Ein wirklich belesener, intelligenter Mensch. Eine sehr erfreuliche Begegnung.

Und nun ein kleines Zwischenspiel: Zeltaufbauen auf dem Campingplatz in Pismo Beach, kein Rasen, dafür Bretterwand. Wegen angedrohten Winden hab ich mich in ein Eck versteckt. Jetzt gehts also los. Zuerst die Unterlage. Dann das Innenzelt auslegen und Gestänge vorbereiten.

Gestänge aufbauen, Innenzelt einhaken. An diesem Punkt wird der Zeltaufbau für das Einräumen unterbrochen, weil es wegen der großen Zugänge viel besser geht, in meinem Alter denkt man sich solche Sachen aus. Das wichtigste Utensil: 12 Volt Luftpumpe für mein Luxusbett. Das Bett ist fertig und passt tatsächlich ins Zelt, 1x2 m, hab ich nicht mal zu Hause. Jetzt den Schlafsack und weitere Utensilien einräumen. Und so ist alles bereit für eine angenehme Nachtruhe. Weiter gehts mit dem Überzelt. Erst Zelt drüberwerfen. Dann am Gestänge befestigen. Fast fertig. An den Ecken werden einfach Haken eingehängt, sehr bequem. Und so schauts dann fertig aus, hingeschmiegt an das bisschen Grün auf dem Platz. Zu guter Letzt noch ein paar Eindrücke von Pismo Beach. Was irgendjemand bewogen hat, an dieser Stelle ein Kraftwerk zu errichten, bleibt unerklärlich. Ausbesserungsarbeiten für die neue Saison. Und hier noch was für Moritz, würde sich auch gut als Motto für unseren Blog eignen. Haie an Land. Und hier noch was für Felix, Ford Mustang neuestes Modell. Kontrastprogramm wäre dann noch dieser hier. Besonders interessant war der Anhänger mit einem Überzug aus feinstem Leder. Meine Güte. Und da fährt er hin. Jetzt noch ein paar Eindrücke. So, das solls dann für heute gewesen sein, das nächste Mal zeig ich euch dann, wie ich das Zelt wieder abbaue (nein, Scherz). Morgen gehts Richtung Norden, in zwei Tagen nach San Francisco, und da muss ich dann die Kneipen suchen.

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Woche 4 - Rund um Las Vegas

by Rainer 9. May 2012 19:11

Hallo, da bin ich wieder. Ich sitze bei einem Hondahändler in LV, der gerade eine grosse Inspektion durchführt, das wird teuer. So teuer, dass ich es nicht in der laufenden Kostenverfolgung (würde glatt die Skalierung sprengen) unterbringe, sondern eine eigene Seite anlegen werde, in der ich alle sonstigen Kosten aufzeige, z.B. auch Fahrzeugabschreibung und dergleichen. Am Schluss der Reise kann man dann analysieren, was die Gesamtreise wirklich gekostet hat, natürlich unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ich zu Hause ja auch nicht ganz kostenlos rumlaufe bzw. -fahre. Also, wen es interessiert,das kommt bald unter "PAGES", dann auf Englisch, weil ich die Infos dann später auch an horizons unlimited weitergeben möchte. Genug der Vorrede, wieder auf die Strasse. Nach der schönen Fahrt von Laughlin, NV nach Las Vegas, NV, habe ich einen Hondahändler gefunden und den Inspektionstermin klargemacht. Dann waren noch ein paar Tage Zeit, in denen ich wieder nach Osten Richtung Monument Valley fahren wollte. Zunächst Richtung Hurricane, UT, immer auf der Autobahn lang. Nach der Übernachtung habe ich dann die 89alt nach Page eingeschlagen. Traumhafte Fahrt. Die typische Zwischenstation an einer größeren Kreuzung, hier Kaibab. Dann habe ich mich für den südlicheren Weg Richtung Page, AZ, entschieden, weil ich ja eigentlich zum North Rim, Grand Canyon, fahren wollte. Schöne Fahrt durch die Wälder, aber die Zufahrtsstrasse zum Grand Canyon war noch gesperrt, seis drum, man muss ja nicht alles haben. Und hier deutet sich schon ein besonders schöner Streckenabschnitt an.

Die folgenden Bilder sind von der Strasse, die bis zum Colorado runterführt. Auf dem Rückweg habe ich noch ein paar dicke Steine auf fragilen Stützen fotografiert, wirklich lustig. Hier ein weiterer Ausblick auf den Colorado. In Page habe ich dann einen sehr interessanten Campingplatz gefunden,

Mit Mauern abgegrenzt, Sand wie am Strand, viel Schatten, sowas hab ich noch nicht gesehen. Sonst gibts ja meistens nur eine Restwiese. Dieser Platz war am Freitagabend schon überfüllt. Eigentlich wollte ich am nächsten Tag eine Runde über das Monument Valley drehen, habe aber nach der anstrengenden Fahrt vom Vortag vorgezogen, einen Ruhetag einzulegen und mir den Big Bend anzuschauen, den wahrscheinlich jeder von Fotos kennt. Ist wirklich sehr eindrucksvoll, wenn ich mich näher an den Abgrund getraut hätte,

Aber eins ist mir dann doch noch einigermassen gelungen. Die Pflanzenwelt ist derzeit auch noch ganz schön, auch wenn ich nix davon verstehe, aber ab und zu knips ich mal was, der Kenner wirds schon erkennen. Am nächsten Tag gings dann wieder Richtung Las Vegas, mit Übernachtung in St. George, und dabei durchquert man den Zion Nationalpark. Das Wetter war wunderbar, ein Traum vom biken. So, das wars dann mal wieder. Am frühen Morgen beim Händler siehts so aus, später steht dann alles mit bikes voll, und ich warte in meiner Besucherecke darauf, dass das bike fertig wird. Hat aber bisher alles gut funktioniert. Diemal ist Öl und Zündkerzen und noch ein paar Sachen fällig. Weiter solls dann wieder Richtung Westen gehen, morgen vielleicht durchs Death Valley, falls ich früh genug wegkomme. Falls jemand Fotos aus Las Vegas vermisst, es sieht eigentlich immer gleich aus. Gerade spricht mich Emily an und kommt deshalb auch noch in diesen Post, neben fast meiner Shadow. So, dann bis zum nächsten Mal.

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Route 66

by Rainer 8. May 2012 02:04

Der Name allein. Reicht schon. Die Strasse selbst, mindestens im Teil von Arizona, ist eigentlich eher fad. Dafür haben sich in den Orten, die mal an der Strecke lagen, allerhand Geschäfte breitgemacht, die alle im Prinzip das gleiche verkaufen. Eigentlich weitgehend unverständlich, warum die 66 so einen Hype entfacht hat. Nichtsdestoweniger habe ich meinen Pflichtbesuch absolviert und auch ein paar Fotos gemacht.

Aus Route 66

Ja wo ist sie denn? Habe mich in Ash Fork furchtbar verfahren, hätte teils Moritz Maschine gebraucht. Die folgenden Bilder sind aus Williams, ganz nett da, haben auch einen km route 66.

Aus Route 66
Aus Route 66
Aus Route 66
Aus Route 66
Aus Route 66
Aus Route 66
Aus Route 66
Aus Route 66
Aus Route 66
Aus Route 66

Ich habe dann in einem kleinen Cafe einen Kaffee getrunken, viel zu teuer, da lobe ich mir doch meine Tankstellenshops.

Aus Route 66

Dann aber mal drauf auf die Route66, und wer es noch stilechter haben möchte, hängt sich einen Airstreamer ans Auto.

Aus Route 66

Und so trübsinnig kann ein Standplatz in Seligman an der Route 66 sein, wie immer, war ich der einzige Zelter. Die Zeltwiese gibts zwar häufig, man erkennt sie daran, dass man seine Hunde (von denen es Unmengen in den Wohnmobilen gibt) doch hier bitte nicht Gassi gehen lassen soll.

Aus Route 66
Aus Route 66

Große Fassade, wenig dahinter. Aber dann habe ich ja doch noch ein schickes Cafe gefunden.

Aus Route 66

Ich habe nicht nachgeprüft, ob hier der roadkill zubereitet und aufgegessen wird.

Aus Route 66

Und so gehts dann in die Abendsonne hinein. Jetzt noch ein paar Impressionen aus dem Ort Seligman.

Aus Route 66
Aus Route 66
Aus Route 66
Aus Route 66
Aus Route 66

Und wieder eine Begegnung am Wegesrande.

Aus Route 66

Das ist Art, besser Arturo, ein Mexikaner, der mit 8 Geschwistern 1967 von Mexiko herüberkam. Der Vater arbeitete im Kalkabbau in der Nähe. Art kehrte seinen Vorgarten, damit er seine Gäste für die wenige Tage danach stattfindende Autorallye ordentlich an der Straße unterbringen konnte. Art sprach lausig Englisch und ist nie Amerikaner geworden, hat aber sowas wie eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Ich habe ihn angesprochen, weil es das einzige Steinhaus in dieser Strasse war. Er hat es mir dann auch von innen gezeigt, da war alles rund, weil seine Frau und er keine Ecken mögen, also gewissermassen Mex Shui. Und jetzt noch was für Helmut, eine alte BSA.

Aus Route 66

Und nochmal Auto vor (Bordell?)

Aus Route 66
Aus Route 66

Abendstimmung an der Route 66.

Aus Route 66
Aus Route 66

Und weiter gehts.

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Day 31 - 6110 km - Goodbye Turkey

by Moritz 5. May 2012 22:49

Es wird Zeit auf Wiedersehen zu sagen zu diesem faszinierenden, abwechslungsreichen, schoenen und gastfreundlichem Land. 3 Wochen war ich nun hier, habe die landschaftlichen Unterschiede der einzelnen Provinzen bestaunt, die unendliche Gastfreundlichkeit der Menschen genossen, ueber die internen und externen Konflikte der Tuerken und Kurden erfahren, hunderte Chai's (Tee's) getrunken, viele nette Leute kennengelernt und kann noch nicht ganz begreifen das ich dieses Land morgen Richtung Iran verlasse.

Ich habe vor ein paar Tagen die magische Zahl 50.000 auf meinem Tacho erreicht und beschlossen jetzt bei jedem vollen 10.000er ein Foto zu machen wo ich mich zu diesem Zeitpunkt befinde, damit ihr mal einen Eindruck bekommt wie die Landschaften aussehen wenn ich nicht gerade fuer ein schoenes Motiv stoppe.

50.000km - Road to Tatvan, Turkey
50.000km - Road to Tatvan, Turkey

 

Die erste Nacht in Dogubeyazit, der Stadt vor der noerdlichen Grenze zum Iran habe ich hier verbracht:

Murad Camping, Dogubeyazit, Turkey

Das war ganz okay (obwohl recht kuehl, da auf knapp 2000m Hoehe), aber gegen 2 Uhr Nachts hatte es dann ziemlich stark zu stuermen angefangen. Wollte dann nur kurz nach meinem Motorrad sehen, als ich feststellen musste dass 50m weiter (da wo man das Wasser im Hintergrund fliessen sieht) 3 schwer bewaffnete Soldaten in kompletter Tarnkleidung und Bemalung beim Wasser abfuellen waren. Ihr Panerfahrzeug war direkt neben meinem Motorrad geparkt, also bin ich mal hin und hatte ein sehr nettes Gespraech mit einem der Soldaten, er hatte mal fuer die Turismpolice gearbeitet und konnte gutes Englisch. Er meinte sie kommen hierher weil das Wasser wohl am reinsten sei, direkt von den Bergen und erzaehlte mir noch ein paar Dinge ueber die Sicherheit meines Motorrades, dass es geklaut werden koennte und so weiter. Leider habe ich kein Foto, aber Fotos von Militaer sind eh strengstens verboten, das haette nur Aerger gegeben.

Da ich Morgen recht frueh an der Grenze sein will, muss ich jetzt mal aufhoeren, zum Abschluss einfach noch ein paar Bilder: 

Tatvan to Dogubeyazit, Turkey
Had a nice 1hour nap under my motorbike, also the Road from Tatvan to Dogubeyazit

Tatvan to Dogubeyazit

Approaching the Mount Ararad (~5000m) near Dogubeyazit
View from a mountain near Ishak Pasha Palace, Dogubeyazit
near Ishak Pasha Palace
 Ishak Pasha Palace, Dogubeyazir, Turkey

 

Und fuer ganz zum Schluss, noch ein çok güzel fuer die Tuerkei!

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Moritz | To Asia

Woche 3 Von New Mexiko nach Arizona

by Rainer 2. May 2012 00:52

Noch immer ist die Hektik nicht ganz aus meinen Handlungen gewichen, aber es wird ruhiger. Dazu trägt auch die körperliche Rückmeldung bei, wenn man mal wieder mehr fährt als gut tut. Heute habe ich einen Ruhetag in Flagstaff eingelegt, um den gestressten Körper (gestern 500 km, so ein Schwachsinn) wieder zu regenerieren. Habe also Zeit, Photos zu sichten usw. Leider ist es heute mit max 18 Grad und Wind nicht wirklich gemütlich. Gestern wars viel wärmer. Aber zurück nach Silver City, NM.

Aus week 3 Von Silvercity nach Flagstaff

So siehts also aus in Silver City, eben wie in den meisten Städten im Westen. Hier konnte man wenigstens einmal fussläufig in das sogenannte Zentrum gehen, allerdings war auch hier am Samstag Vormittag Tote Hose.. Das wäre dann mal eins der vielen leeren Restaurants, und ich glaube nicht mehr wirklich dran, was mir Hymie in Alamogordo erklärt hat, nämlich dass die grossen Ketten alle anderen verdrängen, ein bisschen Wirtschaftskrise darf schon sein. Sieht halt immer so traurig aus. Also wenden wir uns erfreulicheren Dingen zu. Dieses ehemalige Schmuckstück rostet hier so vor sich hin Aber trotzdem schön.

Jane Luetje buchstabierte mir stolz ihren Nachnamen, wirklich viele mit deutschen Wurzeln hier. Ihren kleinen Schmuckstand betreibt sie nur als Hobby.

Und hier das Town House.

Ich habe dann in einem Cafe gefrühstückt, um 11 Uhr, und mir gegenüber die Leute so angesehen.

Menge sportliche Action hier.

 

zum Beispiel Harley fahren, ...Bier trinken, (Abends war ich in dieser Bar, bin aber lieber wieder bald gegangen, relativ finsteres Loch) ...dem M;üßiggang frönen, ...Fahrrad fahren, oder aber auch wandern. So, das wars jetzt von Silver City, also wieder auf den Highway. Jetzt Richtung Arizona, und vielfältige Landschaft war zu durchfahren. Diese hier sah ein bißchen aus wie Bryce Canyon. Alles sehr schön und ideale Fahrtemperaturen. Und dann: Einfahrt nach Arizona. Zwischenstation in Alpne, AZ, 2.600 m über NN.

Für einen Kaffee habe ich hier einen Dollar bezahlt, mit Nachfüllen. Später dann das. Das ging lange Zeit so, aber das Fahren wurde manchmal von Windböen erschwert.

Dann auf der Autobahn westwärts Richtung Flagstaff. Ich fahre gerne auf der Autobahn, auch wenn ich da inzwischen mit meinen max. 90 bis hundert km/h zu den langsamsten zähle. Es ist immer so schön, im Rückspiegel die fetten Trucks zu beobachten, wie sie so heranziehen. Wir sind gute Freunde, weil ich an Steigungen, wenn sie gegen mein bike natürlich nachlassen, auch mal langsamer fahre, damit sie Überholvorgang beenden können.

Schön ist es aber auch im Wald, nahe Flagstaff. Dann fuhr ich nach Sedona, weiter südlich, aber das ist ein völlig überlaufener Ort ohne billige Campmöglichkeit, und so wurde dann noch eine sehr lange Fahrt wieder zurück nach Flagstaff draus. Schliesslich ein Camp (immer noch 20$) gefunden, aber da war ich schon weichgekocht. Trotzdem, irrer Fahrtag mit Temperaturen bis zu 35 Grad.

Bei Sedona siehts aus wie im Monument Valley, nur paar Jahrmillionen früher. Konnte schlecht anhalten dort, und als ich an einem Visitors Point auch noch Parkgebühr zahlen sollte, hats gereicht.

Und so sitze ich am laptop im Wald und friere. jetzt wäre der schöne dicke Pullover nützlich, den jetzt vermutlich eine mexikanische Putzkraft im tropischen Galveston, TX, trägt. Noch ein Ausflug nach Flagstaff. Dort bin ich zu Eaglerider, mit denen ich ja lange über eine Art Langzeitmiete verhandelt hatte, aber die haben mir nicht mal einen Kaffee angeboten, no business, no fun. Schwamm drüber.

Irgendwo muss es da ja verdammt steil raufgehen, aber die Züge sind auch kilometerlang. ...und doppelstöckig.

Noch ein paar Eindrücke von Flagstaff, nicht so aufregend. Den Grand Canyon lass ich einstweilen aus und will mich morgen auf die Route 66 bis Seligman machen, ganz kurze Etappe, später dann in die Mojave Wüste und Death Valley, solange die Temperaturen für Mensch und Maschine noch aushaltbar sind. Kleine Begebenheit zum Schluss: Mein Luftbett gab wieder einmal seinen Geist auf, was mir eine schlaflose Nacht beschert hat. Habe aber ein neues erstanden, und, festhalten, 1 m breit!!! So ein Luxus, ich habe bestimmt das breiteste Bett aller Camper dieser Welt. Dann bis zum nächsten Mal.

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Rainer | USA 2012

Day 24 - 5000km - Crashing on the moon

by Moritz 30. April 2012 18:20

Heute ist mein 5ter Tag in Cappadocia, normalerweise zieht es mich ja immer recht schnell weiter, aber hier konnte ich meinen Drang weiterzufahren fuer ein paar Tage stoppen. Cappadocia liegt in der Mitte Anatoliens, Tuerkei und ist fuer seine aussergewoehnliche Landschaft bekannt.Fruehere Bewohner haben ihre Haueser hier in die Steine gehauen, nahezu alle sind ueber einfache und schwierigere Pfade zu erreichen. Einige Szenen aus Starwars wurden hier gedreht.

 (Dank an Martin der mir meine Bilder zu einem schoenen Panorama zusammengebastelt hat)      Capadoccia, Turkey

Letzte Nacht hatte ich mich zu einem Paar Deutscher, die mit ihrem Camper Tuerkei bereisen, gestellt. Wieder einmal ein grandioser Platz zum campen

Goereme, Capadoccia, Turkey

 

Ballonfliegen wurde hier zu einer der Haupttouristenattraktionen, gegen 5 Uhr Morgens starten hier hunderte Ballons

6am, near Goereme, Capadoccia, Turkey

 

Auf den endlosen Trails durch die verschiedenen Taeler kann man sich schnell mal verlaufen, aber die Umgebung ist einzigartig

Bevor ich aufs Wandern umgestiegen bin habe ich versucht ein paar Trails mit meiner Transalp zu fahren, was auch der Hintergrund des Titels fuer diesen Blogeintrag ist. 

Gut dass ich nicht alleine unterwegs war, Pedro, ein Spanier der mit seinem Bike in die Mongolei faehrt und mit dem ich die letzten Tage einiges unternommen habe konnte mir helfen die 220 kilo wieder aufzurichten.

Fuer diese Art von Offroad ist mein Bike nicht das einfachste (zu schwer) und ich habe einfach nicht genug Erfahrung im Offroadfahren.

Aber dieser kleine "Umfaller" hat mir zumindest ein paar Erkenntnisse fuer die Zukunft hinterlassen.

Das Bike hats gut ueberstanden, eine meiner seitlichen Ortliebtaschen ist etwas demoliert und ein paar Kratzer hier und da, aber alles noch funktionial.

Zumindest habe ich den Crash auf Video, obgleich er alles andere als spektakulaer ist.

driving on the moon



little crash

 

Inzwischen habe ich Parks als meine Lieblings-Campingspots in Staedten entdeckt, abends wird hier immer ueberall gegrillt und gefeiert, und da die Tuerken alle so superfreundlich sind kommt es ab und an vor dass ploetzlich jemand am Zelt "klopft" und einem ein riesengrosses mit Hackfleisch gefuelltes Brot in die Hand drueckt.

Die Nacht im Park in Eghidir war angenehm und ruhig, bis um 6 Uhr morgens eine Ladung Schulkinder abgesetzt wurde. Diese haben mich dann 2 Stunden belagert und ich musste mit jedem einzelnen von Ihnen ein Foto machen.

Eines habe ich dann aber auch von Ihnen gemacht:

Aus To Asia

Letzte Woche hatte ich ein paar Biker kennengelernt die mich zu ihrem Maennergrillabend eingeladen haben, wir hatten einen spitzen Platz im Wald irgendwo in der Naehe von Olympos.

Einer von Ihnen ist mit Harpune und Tarnanzug auf Fischfang gegangen, aber leider mit leeren Haenden zurueckgekommen.

near Olympos, Turkey

Dort habe ich auch Laurence kennengelernt, der mit seinem Fahrrad um die Welt faehrt, in Olympos kamen dann noch 2 Schweizer dazu die Richtung Mongolei fahren.

3 Fahrzeuge, aber 3 sehr unterschiedliche Arten zu reisen.

Camping at Olympos, Turkey

Inzwischen treffe ich immer mehr Fernreisende mit Jeep/Van/Wohnmobil/MOtorrad/Fahrrad, es ist immer wieder interessant die Stories dieser Leute zu hoeren.

(Dieser Beitrag wurde vor 2 Tagen geschrieben, hatte aber bisher kein Internet um ihn zu publizieren, inzwischen bin ich in Kurdistan, Tuerkei)

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Moritz | To Asia

Week 2 - In New Mexico

by Rainer 27. April 2012 20:56

Nach der langen Überfahrt durch Texas wollte ich in dieser Woche mal New Mexiko kennenlernen, das ich bisher noch gar nicht kannte. In Alpine, NM, lernte ich auf einem Campingplatz Dave kennen, der den Rasen mähte.

Aus week 2 Alpine to Alamogordo

Dave, der aus Santa Fe stammt, lebt seit 20 Jahren im Zelt und fährt auf dem Fahrrad. Er hat keine Wohnung mehr und macht Gelegenheitsarbeiten gegen Logis und verdient sich auch die paar Dollar, die er braucht, um seine Habe in Schuss zu halten. Fahrradhändler lassen ihn umsonst in ihrer Werkstatt arbeiten, Campingplatzbesitzer freuen sich über Leute, die ihnen die einfachen Dinge abnehmen. Wir haben uns über amerikanische Politik aus der Bush-Ära unterhalten, und über Mindestlöhne, usw. und so fort. Ein intelligenter Mensch, der sich sein Leben so gewählt hat. In New Mexico, sagt er, leben viele Menschen "outside the grid", damit meint er das alles überziehende Raster, wie man sich den Amerikaner wohl so vorstellt. Nach dem Anfang und Grund seiner immerwährenden Reise habe ich ihn nicht gefragt, war mir dann doch ein bisschen zu privat, ich tippe mal auf eine Frau. Schon Häuptling Least Heat Moon (Falls Ihr das Buch "Blue Highways noch nicht gelesen habt, höchste Zeit) ist wegen seiner Squaw auf die Reise gegangen.

Aus week 2 Alpine to Alamogordo

Hier wieder eins der vielen Fotos mit Motorrad, die ersten Beschwerden sind schon eingegangen.

Aus week 2 Alpine to Alamogordo

Und damit die Ente auch mal zu ihrem Recht kommt, ist sie auch wieder abgebildet, irgendwie sieht man ihr die Verzweiflung über das heisse, trockene Wetter an.

Mir ist aufgefallen, dass viele Läden und Tankstellen geschlossen sind und so langsam verfallen.

Aus week 2 Alpine to Alamogordo

Diese hier war an einer grossen Strassenkreuzung bei Kent und machte einen so trostlosen Eindruck, dass man ihn fotografisch gar nicht richtig wiedergeben kann.

Aus week 2 Alpine to Alamogordo
Aus week 2 Alpine to Alamogordo
Aus week 2 Alpine to Alamogordo

Zapfsäule, ausgeweidet.

Hier weiss man ja nun ganz genau, wo ich mich befunden habe.

Aus week 2 Alpine to Alamogordo

Und dann mal ein erstes Foto von einem Truck, weitere werden folgen, die sind wirklich zu schön, und immer so sauber geputzt.

Aus week 2 Alpine to Alamogordo

Hier ein Blick aus den Guadalupe Mountains, TX, und man kann die Strasse erkennen, wo ich hergekommen bin.

Aus week 2 Alpine to Alamogordo

Und weiter geht die Fahrt, mit einem Zwischenstop bei den bekannten Carlsbad Caverns, deren Besuch ich mir aus Kostengründen versagt habe. Aber ich geh auch nicht gerne unter die Erde, wir Zeltschläfer vertragen ja keine festen Decken über uns. Bevor einer fragt, Tunnel gibts hier eher selten.

Aus week 2 Alpine to Alamogordo

ja, und was haben wir denn da? Wenn ich es nicht schon gewusst hätte, nähern wir uns Roswell, NM, wo offensichtlich die ersten Ausserirdischen gelandet sind (Area 51, ihr wisst schon) Das ganze Kaff lebt davon, und selbst der McDonalds ist im Untertassenlook gestaltet.

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Auch an die Photos aller Arten von Bikes und Trikes solltet Ihr euch schon mal gewöhnen.

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Was ist das? Man sieht, wir sind auch im Pferdeland, und die sind aber nicht echt.

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Was soll man dazu noch sagen? I love it.

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Eigentlich wollte ich Hymie, den Manager dieses Ladens, auch noch fotografieren, aber habs einen Tag zu spät versucht. Interessantes Gespräch über die vielen aufgelassenen Läden und Tankstellen. Er hat mir erklärt, dass das weniger an zurückgehenden Umsätzen aus Krisengründen so ist, sondern wegen der Konkurrenz der Ketten, von MacDonalds bis Walmart, also Sterben der Tante Emma Läden wie bei uns, nur hier viel auffälliger, weil die Gebäude sich überlassen werden. Abriss und Neubau gibts nicht, ist ja genug Platz da. Sieht aber irgendwie befremdlich aus. Auf dem KOA Campingplatz in Alamogordo bin ich dann mit Ken ins Gespräch gekommen.

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Kens Großmutter hatte freundschaftliche Beziehungen zu einer Apachenfamilie, so um 1880, und er hat mir eine Geschichte erzählt. Die Apachen wurden zeitweise versklavt, besonders im Süden. Die Freundin der Großmutter hat ein Messer gestohlen und sich aus der Hintertür der Kirche mit anderen aus dem Staub gemacht. nachts liefen Sie, Tags versteckten sie sich. An einem Wasserloch erlegten sie ein Tier, zerlegten es, benutzten den Magen als Wasserbeutel, und rannten weiter. Nachdem sie in einem geheimen Apachenort Kleidung gefunden hatten, versuchten sie diese in einem Laden gegen Lebensmittel einzutauschen, wurden dann geschnappt und nach Florida deportiert. Später dann nach Alabama, und schliesslich in das Gebiet der Mescaleros, das ist hier. Ich weiss ja nicht, was alles erfunden ist, aber eine schöne Geschichte ist es allemal. Ken zeigt hier sein Buch, das er über die Apachen geschrieben hat, Auf dem linken Foto ist er als 6-jähriger Junge zu sehen.

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Hier steht Kens Großvater, erste Reihe, zweiter von links, neben General Pershing, ganz links. Jetzt wissen wir wenigstens, woher die Pershing Rakete (Nato Doppelbeschluss, die älteren werden sich erinnern), ihren Namen hat. hier in der Nähe ist nämlich ein Übungsplatz. Und natürlich das White Sands National Monument.

Aus week 2 Alpine to Alamogordo
Aus week 2 Alpine to Alamogordo

Und noch ein kleines Panorama. hab hier auch einen Videofilm gedreht, kann ihn aber im Gegensatz zu Moritz noch nicht in den Post einbauen. Aber ich hab ja noch Zeit.

Aus week 2 Alpine to Alamogordo

Zu guter Letzt noch eine Begegnung mit einem Motorradstuntman mit seiner Suzuki.

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Er war vor Jahren mal mit einer Stuntshow ein halbes Jahr im Ruhrgebiet unterwegs. Er hat schon einen Wheelie Wettbewerb gegen Evil Knievel, den wohl berühmtesten aller Motorradhüpfer, gewonnen, aber auch nur, weil der unter Drogen stand, sagt er.

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Ausserdem, wie hier zu sehen, hält er den Weltrekord im Beschleunigungsrennen rückwärtsfahrend. Wer denkt sich denn so was aus? Die Amis natürlich.

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So, das wars dann, derzeit bin ich in Silver City, wo ich morgen noch bleibe, und dann gehts weiter Richtung Norden. Bis zum nächsten Mal.

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USA 2012

1. Woche - Galveston nach Del Rio

by Rainer 25. April 2012 20:13

So, ich bin endlich soweit, kann wieder Bilder einfügen. Moritz hat es mir per Fernsteuerung wieder gezeigt, hatte es bloss vergessen. An der Route arbeiten wir aber noch.

Aus week1- galveston to alpine

Hier noch der Autor in seinem Schwabinger Stammcafe, wo die ganze Idee und Reiseplanung der 2 entstanden ist. Abfahrt am Motel6 in Galveston, auch die Ente (Rubber Duck) ist bereit. Wer's nicht kennt, dem sei der Film Convoy ans Herz gelegt, wo die Kühlerhaube von Kris Kristoffersons Truck eine "Angry Duck" ziert. Meine Ente ist mehr die friedliche, neugierige Art.

Aus week1- galveston to alpine
Aus week1- galveston to alpine
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Also dann los, auf die endlosen Highways, nur unterbrochen von Tanken und Rasten.

Aus week1- galveston to alpine
Aus week1- galveston to alpine

Die angehängten Läden an den Tankstellen stellen die ultimativen Mittel zur Bewältigung der Strasse bereit. Neben (sauberen) Toiletten gibt es Wasser, Bier, Lebensmittel, Sonnencreme und und und, fast alles was der Mensch braucht, vor allem der reisende. Leckeres Burrito mit Eifüllung z.B. und man braucht kein Mittagessen mehr. Mein erstes Camp in einem State Park in Goliad war zunächst sehr einladend.

Aus week1- galveston to alpine

Über das folgende Schild konnte man dann noch müde lächeln, es heisst: Sauf soviel du willst, aber versteck dich dabei. Diese Regel gilt aber nur für öffentliche Parks, nicht auf privaten Campingplätzen, die damit in der Rangliste bereits weit nach vorn gerückt sind, obwohl das Bier nur eiskalt geniessbar ist.

Aus week1- galveston to alpine

Ich hab trotzdem eins getrunken, das mir dann umgefallen ist, als ich das da entdeckte.

Aus week1- galveston to alpine

Diese Raupen werden später Motten, lassen sich aus den Bäumen herunterfallen, verfolgen dich und versuchen, an die hochzukletteren. Sie kamen auf den Picknicktisch und schliesslich überallhin. Die letzten habe ich drei Tage später in meinem Schlafsack gefunden. Die, welche sich in meinem Helm versteckt hatte, habe ich rechtzeitig entdeckt. Ich bin ja nicht so gut in Outdoorküche, aber Moritz hätte sich bestimmt an ihnen satt essen können. So sah mein Motorrad am Reisebeginn noch aus (danke Matthias, www.perfect-clean-bikes.de)

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Mal kurz testen, ob der SElbstauslöser funktioniert.

Aus week1- galveston to alpine

Er tut.

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Da hinten irgendwo ist schon Mexiko. Bin eine ganze Weile in der Nähe der Grenze entlanggefahren. Wurde auch von einer Kontrolle angehalten, die von mir wissen wollten, ob ich einen Anhalter mitgenommen habe, was ich wahrheitsgemäß verneint habe. Noch ein Foto von der Strecke, es wurde dann auch bergiger. Hier allerdings noch nicht, das war auf dem Weg nach Alpine, TX.

Aus week1- galveston to alpine
Aus week1- galveston to alpine
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Und überall diese Harleys.

Aus week1- galveston to alpine

So, das soll es für den Anfang gewesen sein, es geht bald weiter.

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Riders

Two bikers, father (Rainer, 1948) and son (Moritz, 1986) share the passion for motorbiking and travel. While the senior prefers well paved roads, the junior likes to ride the adventurous tracks. Rainer's favorite destination is North America, while Moritz goes preferably for Asia.

Bikes


Done with indoor complaints,
libraries and querulous criticisms,
strong and content
I travel the open road.

 Walt Whitman


I will not be pushed, filed,
stamped, indexed, briefed,
debriefed or numbered.
My life is my own.

 Number 6