Moritz

Moritz, born 1986, the son

Left home at the age of 17, on his first ride, a 125 cc scooter. Managed to turn his love for computers in a respected profession (programmer) and is happy to be able to work where his bike is. Tested speed driving on a Honda Hornet bike, then turned to the offroad section of the motorcycling world. Having spent a volunteer year in Laos, Asia became his second home. Besides the love for traveling he keeps an interest in all kinds of electronics for travel documentation.
Bangkok, Thailand

The traveler sees what he sees, the tourist sees what he has come to see.

 Gilbert K. Chesterton

Tag cloud


current distance: 8817km

14 Mount St. Helens und Fussballkneipe

by Rainer 28. June 2012 23:30

Hallo, da bin ich schon wieder. Hab gerade Zeit, weil Deutschland gegen Italien verloren hat. Hier also ein ganz kurzer post vom Mount St. Helens, der Flucht vor dem Regen und der neuen Routenplanung.

 

 

 

Der Weg zum Mount St. Helens ist eine 80 km lange Sackstrasse, also 160 km einfach mal so. Schon die Anfahrt war kühl, und die Wolkenberge nahmen immer nur zu. Ich war bereit, jederzeit umzukehren, aber es blieb immer gerade so an der Grenze.


 

 

 

Hier sieht man schon das Tal, das praktisch unten neu entstanden ist. Die Eruption ist ja schon über 30 Jahre her, also grünts teilweise schon wieder, es gibt auch Aufforstungsprogramme.

 

 

 

 

 

 

 

 


Das im Hintergrund, das ist er.

 

 

 

 

 

 

Und das ist er auch, wenn man ihn denn sehen könnte. Auf diesem Bild ist schon etwas mehr zu sehen.

 

 

 

 

Man konnte schon etwas von den Zerstörungen sehen, aber ohne den Gipfel erkennt man es nicht so richtig, also richtig Pech gehabt. Noch ein paar Bilder, bevor es dann wieder auf die lange Rückfahrt ging.


Im Tal angekommen, dann am nächsten Tag wieder Richtung Pazifik, der mich mit rabenschwarzen Wolken und Regen davon abhielt, ihm einen erneuten Besuch abzustatten. Also in der Gegenrichtung nach Osten abgehauen, und dann gings richtig los. Regengüsse, wie ich sie noch nicht erlebt hatte, musste mehrfach anhalten, weil nichts mehr zu sehen war. Meine Regenbekleidung hat leidlich gehalten, bisschen Nässe innen stellenweise, aber meine Galoschen haben mir den ganzen Tag warme und trockene Füsse beschert, dabei war ich schon drauf und dran, sie wegzuwerfen, weil sie so schwer zum anziehen sind. Also kriegen sie noch eine Gnadenfrist. Trotzdem, am nächsten Tag war wieder alles trocken, und ich beschloss, mir das erste EM Halbfinalspiel in einer Kneipe anzusehen.

 

 

 

 

Sehr nett hier, auch ohne Bier, wollte ja noch weiterfahren. Überhaupt Yakima, Washington, nett hier.

Hab die Kneipe dann schweren Herzens verlassen.

Bin dann weiter nach Pasco und habe einen vergleichsweise günstigen KOA Campingplatz angesteuert. Alles sehr schön, nur direkt neben der Autobahn. Um 4 Uhr kamen dann Wassermassen von oben, aber unterbrochen von Pausen, so einen Regen gibts doch nicht. Wars auch nicht, sondern die automatische Sprinkleranlage, die die Dichtigkeit meines Zeltes einem Härtetest unterzog (bestanden). Um 5 war der Spuk vorbei. So, jetzt ist die Vergangenheit mal abgearbeitet, und ich freue mich auf neue Strecken, die ich ab morgen in Angriff nehmen will. Erstmal Richtung Süden bis Boise, Hauptstadt von Idaho, dann ein paar ausgewiesen schöne Strecken und dann wieder Richtung Norden bis zum Glacier Nationalpark. Das ganze wird ungefähr 2 Wochen erfordern. Brauche ja jetzt keine Pause mehr machen, wo Deutschland ausgeschieden ist, das Finale schau ich mir nicht an. Ich stelle fest, dass die Reise mit Riesenschritten auf die Halbzeit zugeht, und noch so viel zu fahren. Bis zum nächsten Mal.

46.247, -119.099

Tags:

Rainer | USA 2012

blog comments powered by Disqus

Rainer

Rainer, born 1948, the father

Being a professional road engineer and traffic and transport planner, Rainer keeps an eye on road details and safety issues. Paradoxically, he loves riding straight road sections more than curved ones, and horsepower of his ride doesn’t mean anything to him, but rather fuel consumption. Presently he happily rides an 11 hp scooter at home. His favourite travel destination remains Southwest USA. Low budget travel, especially for the elderly, is dear to his heart.
Petershausen, Germany

Done with indoor complaints,
libraries and querulous criticisms,
strong and content
I travel the open road.

 Walt Whitman