Moritz

Moritz, born 1986, the son

Left home at the age of 17, on his first ride, a 125 cc scooter. Managed to turn his love for computers in a respected profession (programmer) and is happy to be able to work where his bike is. Tested speed driving on a Honda Hornet bike, then turned to the offroad section of the motorcycling world. Having spent a volunteer year in Laos, Asia became his second home. Besides the love for traveling he keeps an interest in all kinds of electronics for travel documentation.
Bangkok, Thailand

The traveler sees what he sees, the tourist sees what he has come to see.

 Gilbert K. Chesterton

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Day 14 - 3250 km - Leaving Istanbul

by Moritz 18. April 2012 18:49

Montag Nachmittag, ich sitze wie so oft im Motorradclub (istanbul bisiklet motosiklet ihtisas klübü) und bespreche mit Mehmet meine Route. Sie soll so spritsparend wie moeglich sein, aber dennoch die Highlights mit einschliessen. 1 Liter Benzin kostet hier genau 2 Euro, der hoechste Preis weltweit. 


Voller Euphorie auf das,  was vor mir liegt, entscheide ich mich noch am selben Ta,g die Faehre nach Yelova zu nehmen. Dauer etwa 2 Stunden, der Landweg (Siehe "Travel Map") haette mich sogar mehr Geld gekostet...
Gegen 9 Uhr ist die Faehre angekommen und ich habe mir einen Platz zum uebernachten suchen muessen, und gefunden:

 


Die Location war perfekt, das gruene Licht im Hintergrund ist von einem Angler. Ich versuche schon ewig, mir selbst einen Fisch zu fangen und diesen dann zuzubereiten, da dies aber immer recht erfolglos verlief, habe ich diesmal versucht einfach einen zu kaufen/abzustauben wenn der Angler einen Fang macht.
Hat auch nicht funktioniert, er hat nichts erwischt.

Nach einer sehr angenehmen Nacht bin ich auf meiner hoffentlich laengste Tagesetappe (500km) nach Selçuk gefahren. Diese nette kleine Stadt ist bekannt fuer ihre Naehe zu Efes (Ephesus), einer Ausgrabungsstaette, an der die Ruinen eines der 7 antiken Weltwunder vorzufinden sind, dem Tempel der Artemis

 

Mein Hass auf touristische Hochburgen hat mir den Besuch dieser an sich ganz netten Ausgrabungsstaette vermiest. Zum Glueck hat es kurz nach diesem Foto wild zu regnen angefangen und mein Rueckweg durch die abertausenden von Menschen war geebnet.

Das Foto ist heute Mittag entstanden, die Nacht zuvor hatte ich nach langer Ueberredungskunst (Naturreservoir, keine Versicherung, gefaherlich, bla bla) mit den Leuten eines nahegelegenen Campingplatzes hier verbringen koennen:

Am Abend hatte ich es sogar geschafft einen kleinen frischen Fisch aufzutreiben (von einem Angler),
welchen ich dann zusammen mit den 2000 Riesenmoskitos verputzt habe, also ich den Fisch, die Moskitos mich...

Naja, alles war echt nett, bis ich 4 Uhr morgens aufgewacht bin und einen ca. 5cm hohen Sandhaufen in meinem Zelt vorgefunden habe. Allerdings dachte ich mir zu diesem Zeitpunkt nur, ich haette wohl nicht ordentlich aufgepasst beim Schuhe ausziehen...
Als ich dann um 5 Uhr wieder aufgewacht bin war es nicht mehr zu uebersehen, draussen fegte ein heftiger Sturm ueber mich hinweg und blies all den Sand in mein Zelt, welches schon leicht zerlegt war, Anker ausgerissen...

In einer wilden 2 stuendigen Packaktion habe ich es geschafft, meine Sachen provisorisch am Motorrad zu befestigen und beim Campingplatz Schutz zu suchen. Von dort aus konnte ich live miterleben, wie ganze Baeume einfach so umknickten, war wohl wirklich ein etwas staerkerer Sturm. Ich habe auch ein Video gemacht, welches zwar nicht sehr interessant ist, aber trotzdem:

 

Um Istanbul noch komplett zu machen, hier ein paar Bilder:

Mit Anbindung ans schwarze sowie auch ans Mittelmeer ziehen die Fischer hier so einiges sonderbare an Land. Wie auch dieser Fisch, den ich immer fuer selten und nur in Tiefen ueber 1km auffindbar gehalten habe:

Istanbul ist, wenn ich das richtig gelesen habe, europaeische Sporthauptstadt 2012, ich weiss nicht, ob das damit zu tun hat, aber am Meer stehen ueberall solche kleinen Sportparks. Manche der Geraete, ich hab sie alle probiert :), sind ganz amuesant und evtl. auch fuer irgendetwas gut, die meisten sind aber einfach nur affig mit keinerlei Effekt.

41.011, 28.968

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Moritz | To Asia

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Rainer

Rainer, born 1948, the father

Being a professional road engineer and traffic and transport planner, Rainer keeps an eye on road details and safety issues. Paradoxically, he loves riding straight road sections more than curved ones, and horsepower of his ride doesn’t mean anything to him, but rather fuel consumption. Presently he happily rides an 11 hp scooter at home. His favourite travel destination remains Southwest USA. Low budget travel, especially for the elderly, is dear to his heart.
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